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Implantate

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln aus Titan, die in den Kieferknochen eingesetzt werden. Nach dem vollständigen Einheilen der Implantate kann nach 4-6 Monaten der Zahnersatz auf dem Implantataufbau befestigt werden. Das Material ist ausgesprochen biokompatibel und wird von den meisten Patienten problemlos vertragen.

Vorteilhaft bei Patienten mit Einzelzahnlücken ist das Implantat, weil die eventuell gesunden Nachbarzähne nicht beschliffen werden müssen, wie es für eine konventionelle Brückenversorgung notwendig wäre. Für Patienten mit nur noch wenigen eigenen Zähnen bieten sich Implantate an, um die Anzahl der Pfeilerzähne unter einer Prothese zu vermehren und so die Belastung besser verteilen zu können.

Auch für Patienten ohne eigene Zähne sind Implantate sehr interessant, denn oftmals ist der Halt der Totalen Prothesen nicht befriedigend. Schon mit 2 Implantaten im Unterkiefer kann der Halt deutlich verbessert werden. Für völlig starre Lösungen müssen dann allerdings mehr Implantate gesetzt werden, die auch technisch aufwendiger mit der Prothese verbunden sind.

Für unsere Praxis ist das Konzept mit einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit der MKG-Praxis Prof. Dr. Dr. Fischer-Brandies und Dr. Dr. Wiedemann für das chirurgische Einbringen der Implantate in den Knochen die optimale Lösung. Wir erstellen die Konstruktion des gewünschten Zahnersatzes mit den entsprechenden Implantatpositionen und die Chirurgen bringen diese dann in der entsprechenden Position ein.

Nach der schon erwähnten Einheilzeit zwischen 4-6 Monaten, in der die Patienten schon mit einer provisorischen Prothese versorgt sind, wird von uns dann in Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker der definitive Zahnersatz angefertigt.

Um einen dauerhaften Erfolg der Implantatversorgung zu gewährleisten müssen ein paar wichtige Faktoren bedacht werden:

Da auch Implantate durch bestimmte entzündliche Vorgänge in der Mundhöhle befallen werden können, ist es sinnvoll mit dem Patienten eine Gesamtsanierung des Gebisses zu erwägen. Besonders Augenmerk gilt hier der Parodontitis. Diese chronische Entzündungskrankheit des Zahnbettes ist ebenso wie die Karies sehr verbreitet in der Bevölkerung. Fast 53% der Erwachsenen über 35 Jahre weisen mittelschwere Schäden am Zahnhalteapparat auf, etwa 20% schwere Schäden. Da es sich um eine bakterielle Infektionserkrankung handelt, macht es wenig Sinn nur der benachbarten Zahn neben dem Implantat zu behandeln, denn durch die Zunge und den Speichel werden die Krankheitserreger auch von entfernteren Stellen der Mundhöhle an das Implantat getragen. Wir bieten Ihnen eine systematische und umfassende Parodontitistherapie in unserer Praxis an.

Manche Patienten leiden an bestimmten Allgemeinerkrankungen, die die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich reduzieren. Im jeweiligen individuellen Fall muss der Zahnarzt dann abwägen ob eine Implantatlösung sinnvoll ist oder nicht.

Keine starke Einschränkung stellt das Alter der Patienten dar. Durch die umfassende ärztliche Betreuung der Patienten ist die Lebenserwartung der Senioren bei guter Lebensqualität deutlich angestiegen. Nach unserer Auffassung gibt es keinen plausiblen Grund bei schon etwas vorgeschrittenem Lebensalter auf eine gute Kaukraft und einen qualitativ hochwertig angefertigten Zahnersatz zu verzichten. Hier gibt es natürlich kein allgemeingültiges Rezept, aber in einem individuellen Beratungsgespräch kann die Implantatversorgung des älteren Patienten besprochen und geplant werden.

Weiterhin ist es unbedingt notwendig für den Langzeiterfolg, dass die Imlantatpatienten in ein Recall-System eingegliedert werden, um in individuell festgelegten Zeitabständen den Zustand des Gebisses und der Implantate zu prüfen. Zusätzlich kann eine Säuberung des gesamten Gebisses und der Implantataufbauten im besonderen durch eine professionelle Zahnreinigung notwendig werden.

Unsere Prophylaxehelferinnen betreuen sie hier kompetent und umfassend.

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